Schröpfgläser: Traditionelle Heilkunst neu entdeckt

 Diese traditionelle Technik, auch Cupping genannt, wird eingesetzt, um Verspannungen zu lösen, die Durchblutung zu fördern und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.

Die Schröpfgläser-Massage, auch Schröpfkopfmassage genannt, ist eine alternative Therapiemethode, die das Schröpfen mit einer Massage verbindet, um tiefe Muskelverspannungen zu lösen, die Durchblutung zu fördern und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren, indem mit eingeölten Hautpartien über das Gewebe gezogen wird, wodurch ein Unterdruck entsteht, der das Gewebe anhebt und lockert, was zu bläulichen Verfärbungen führen kann. 

Wie es funktioniert:

  1. Vorbereitung: Die Haut wird eingeölt oder eingecremt, damit die Gläser gleiten können.
  2. Unterdruck: Durch Absaugung von Luft in den Schröpfgläsern entsteht ein Vakuum, das die Haut und das darunterliegende Gewebe anhebt.
  3. Bewegung: Der Therapeut bewegt die Gläser in Bahnen über die verspannten Bereiche.
  4. Wirkung: Der erzeugte Sog lockert verklebtes Gewebe, fördert die Durchblutung von Haut und Muskeln und regt den Lymphfluss an. 

Wirkung und Nutzen:

  • Löst Verspannungen: Besonders effektiv bei Muskelverhärtungen im Rücken, Nacken und Schulterbereich.
  • Fördert Durchblutung: Steigert die Blutzirkulation und den Lymphfluss.
  • Unterstützt Entgiftung: Hilft, Stoffwechselabbauprodukte aus dem Gewebe zu leiten.
  • Entspannung: Wirkt stresslösend und kann das Immunsystem stärken. 

Ergebnis:

  • Nach der Behandlung bleiben oft streifige, rötlich-blaue Verfärbungen (Hämatome) auf der Haut zurück, die durch die verstärkte Durchblutung entstehen und nach einigen Tagen verschwinden. 

Anwendungsgebiete (Beispiele):

  • Rückenschmerzen, Nackenverspannungen
  • Sportverletzungen, Muskelkater
  • Cellulite (Orangenhaut)
  • Kopfschmerzen und Migräne 

Kontraindikationen:

Schröpfen ist bei akuten Entzündungen, Hauterkrankungen (Ekzeme, Wunden, Sonnenbrand), Blutgerinnungsstörungen, der Einnahme von Blutverdünnern, Schwangerschaft (besonders im Bauchbereich), Thrombosen und bei Tumoren absolut kontraindiziert; auch bei Herzrhythmusstörungen, sehr niedrigem Blutdruck und bestimmten Medikamenten ist Vorsicht geboten und eine ärztliche Rücksprache notwendig, da das Risiko von Blutergüssen und Komplikationen zu hoch ist.